Wie Mut zur Veränderung und Resilienz zusammenhängen

Ein Gastbeitrag von Stefanie (kindskraft.com)

Traust du dich, dein Leben auf den Kopf zu stellen? Oder hat dich das Leben in den letzten Monaten immer wieder dazu gezwungen? Für uns alle waren die letzten Monate mitunter sehr anstrengend, aufregend und doch auch spannend. Das Schöne: du darfst dein Leben gestalten, wie du es möchtest. Hab Mut, Dinge zu ändern, die sich nicht mehr gut anfühlen. Hier erfährst du, was all das mit Resilienz zu tun hat und wie du gestärkt durch dein Leben gehen kannst.

„Mut steht am Anfang des Handelns. Glück am Ende.“

In den letzten Monaten hat sich dein Leben verändert. Wahrscheinlich sehr unerwartet und vielleicht sind auch jetzt noch Dinge dabei, die du nicht möchtest.

Ja, das war ein Jahr der Veränderungen.

Ja, du wurdest ziemlich geschüttelt und gerüttelt.

Ja, du musstest dich mit vielen neuen Situationen, Gedanken und Sorgen auseinandersetzen.

Das ist eine mega Krise.

Jede von uns hat andere Probleme, die aufgrund dieser chaotischen Zeit aufgekommen sind.

Und weißt du, was das Gute daran ist?

Du darfst glücklich sein. Du darfst dein Leben so gestalten, wie du es möchtest.

Du darfst all deine Sorgen ablegen und dem Leben vertrauen.

Du meinst, das klappt nicht?

Du meinst, die Sorgen gehen deswegen nicht weg?

Ja, das stimmt, die Sorgen verschwinden nicht einfach so. Aber du kannst deine Einstellung gegenüber deinen Sorgen anpassen. Veränderung ist nötig, ohne diese geht es nicht weiter im Leben. Wir stecken oft in unserem Leben fest und halten an Routinen fest, die eigentlich längst alt und überflüssig sind. Oder aufgrund äußerer Einflüsse eben nicht mehr soo gut funktionieren.

Daraus entstehen deine Sorgen.

Dabei ist raus aus der Komfortzone die einzige Möglichkeit, mit einer Krise umzugehen.

Habe Mut!

Habe Mut. Mut ist magisch. Mut ist motivierend. Mut ist ansteckend.

Beobachte mal Kinder. Wenn sie in eine unbekannte oder ungewohnte Situation kommen. Zuerst beobachten sie, dann tasten sie sich wortwörtlich an das Neue heran. Du warst auch so ein Kind.

Ohne diese angeborene Neugier und den Mut hättest du niemals laufen gelernt.

Hättest niemals entdeckt, wie sich der Sand zwischen den Zehen anfühlt.

Ohne Mut wüsstest du nicht, wie schön es am Baum ist, auf den du als Kind hinaufgeklettert bist.

Mit all diesen Erlebnissen hast du als Kind dein Selbstwertgefühl gesteigert, bist daran gewachsen und hast dich weiterentwickelt. Trau dich! Auch als Erwachsene kannst du dich weiterentwickeln, aus Situationen lernen und an Herausforderungen wachsen.

Oft reden wir von „Problemen“. Das ist ein Wort, mit dem man sofort das Gefühl bekommt „ui, das ist schwierig oder gar unmöglich“. Tausche das Wort doch mal gegen „Herausforderung“ und sieh‘ es sportlich. So kannst du viel positiver an das Thema, das vor dir steht, herangehen und bist nicht von vornherein im Widerstand. Damit förderst du deine eigene Resilienz unglaublich.

Was heißt Resilienz eigentlich?

Wofür steht sie?

Resilienz: deine geheime Stärke

Das Wort Resilienz kommt als „resilience“ aus der Werkstoffphysik und dem lateinischen Begriff „resilire“ (=zurückspringen) und bezeichnet die auf Elastizität beruhende Widerstandsfähigkeit eines Materials. Was so viel heißt wie: ein Material wird bearbeitet oder bewegt und springt danach in seinen Ursprungszustand zurück.

In der Psychologie bedeutet es, dass eine Person mit belastenden Situationen oder unerwarteten Lebensumständen gut umgehen kann und Wege findet, sich anzupassen, ohne emotional oder psychisch langfristig darunter zu leiden.

Ohne Resilienz gibt es keine Veränderung. Wieso?

Weil du in deiner Komfortzone stecken bleibst und nicht aus der unangenehmen Situation herauskommst. Oder an Gewohnheiten festhältst, von denen du weißt, du willst sie nicht mehr, aber dir fehlt der Mut, etwas daran zu ändern. Nur wenn du bereit dazu bist, das Alte gehen zu lassen und mutig auf das Neue zugehst, erkennst du, wie wertvoll alles Neue ist.

Wie funktioniert Resilienz denn nun?

Ja, das ist die große Frage. Denn auf Knopfdruck funktionieren leider die wenigsten Dinge. Aber mit ein wenig Übung kannst du dich herantasten und ich verspreche dir, dein Leben wird um vieles leichter, ruhige, entspannter und gelassener sein.

Resilienz kann mit 7 Säulen erklärt werden, die die Teilbereiche von Resilienz beschreiben. Je mehr dieser Säulen ein Mensch in sich trägt und verkörpert, umso besser kann er Krisen bewältigen und sich mutig ins kalte Wasser stürzen.

Säule 1: Optimismus

Du kannst in jeder Situation etwas Gutes finden. Das mag auf den ersten Blick etwas unrealistisch klingen. Ich gebe dir ein paar Beispiele:

Jobverlust: kein Stress mit Hin- und Herfahren, dein Fokus auf das Privatleben ist möglich

Schlechtes Wetter: Zeit für Entspannung, kein Freizeitstress mehr

Kind krank: keine zeitraubenden Termine außerhalb möglich, dein Fokus liegt auf dem Kind, viel kuscheln ist möglich

Säule 2: Akzeptanz

Wenn dir etwas vermeintlich Schlechtes passiert, hast du zwei Möglichkeiten: entweder du akzeptierst es (die bessere Alternative) oder du ärgerst dich permanent darüber (schlechtere Alternative, weil sie unglaublich viel Energie verschlingt). Gerade in Krisenzeiten brauchst du deine ganze Energie. Vergeude diese nicht mit Wut über eine Situation, die du nicht mehr ändern kannst.

Säule 3: Lösungsorientierung

Jedem Menschen passieren Dinge im Leben, die er nicht so toll findet. Lass dich von diesen Dingen nicht aus der Ruhe bringen sondern nutze sie, um voranzukommen. Fragen wie „Wieso passiert mir das?“ bringen dich nicht weiter. Frage dich: „Was kann ich tun, um mich so schnell wie möglich aus dieser Situation zu befreien?“.

Säule 4: Opferrolle verlassen

Fühlst du dich als Opfer der Situation, bist du hilflos und bleibst in diese Hilflosigkeit stecken. Das heißt, du gibst dir selbst das Gefühl, nichts daran ändern zu können. Wie du bereits oben gelesen hast, stimmt das aber nicht. Finde heraus, welchen Anteil du an der Situation hast.

Säule 5: Verantwortung übernehmen

Sobald dir klar ist, du kannst selbst ganz viel dazu beitragen, dass die Situation angenehmer für dich sein kann, indem DU etwas daran änderst, übernimmst du klar Verantwortung über dich und dein Leben. Und allein dieses Gefühl wird dir so viel Kraft verleihen, dass du viel besser vorankommst.

Säule 6: Netzwerke aufbauen

Verbünde dich mit Gleichgesinnten. Du bist nicht allein. Deine Herausforderungen hatten schon viele andere Menschen vor dir und können dich unterstützen. Bitte andere um Unterstützung und du wirst spüren, es wird alles noch leichter.

Säule 7: Zukunft planen

Überlege dir schon prophylaktisch, wie du an gewisse Herausforderungen in deiner Zukunft herangehen könntest. Je eher du dich mit gewissen Eventualitäten auseinandersetzt, umso gefasster wirst du in die Zukunft schauen, weil du keine Angst davor haben musst.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Misserfolge und Probleme gehören zum Leben dazu. Würde immer nur die Sonne scheinen, wüssten wir diese nicht mehr zu schätzen. Es muss auch Regentage geben, um wortwörtlich wachgerüttelt zu werden.

Gerade in der aktuellen Zeit merken wir das ja ganz stark. Momentan freuen wir uns alle, dass langsam Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist.

Und vor allem: dreh dich mal und schau zurück. Schau, wie viel du schon geschafft hast. Hättest du dir im März 2020 gedacht, dass du mal hier stehen wirst und weißt, du hast all diese Monate mit all seinen Herausforderungen gut hinter dich gebracht? Klopf‘ dir mal richtig auf die Schulter. Lach‘ dich im Spiegel an und feiere dich. Du darfst mächtig stolz auf dich sein.

Jede Krise ist eine Chance. Mit jeder Krise wächst du.

Jedes Mal, wenn du die Komfortzone verlässt, wächst du und bist danach viel glücklicher. Du fühlst dich belebt, dankbar und deine Persönlichkeit hat sich einfach unglaublich weiterentwickelt. Ohne einen mutigen Sprung wäre all das nicht möglich.

Daher: habe Mut, dich zu verändern. Auch ohne Krise. Du wirst staunen, was alles in deinem Leben möglich ist und welches Potenzial auf dich wartet.

Und wenn du Hilfe dabei brauchst, meld‘ dich bei mir, ich unterstütze dich.


Zum Gastautor:

Stephanie, Gründerin von www.kindskraft.com, 36 Jahre alt, glücklich verheiratet, Mama von zwei süßen Grundschulbuben, Stiefmama eines ebenso süßen Grundschulbuben. Als Kindergartenpädagogin weiß ich, wie schwierig es sein kann, alle Bedürfnisse auf einen Nenner zu bringen. Ich weiß auch, wie mühsam es ist, das eigene Leben mit Arbeit, Familie und Haushalt zu schaukeln. Da ich knapp 2 Jahre alleinerziehend war, weiß ich auch, wie sehr dich das Leben manchmal beutelt. Damit du ebenso erkennst, wie sehr du deine Welt rockst, zeige ich dir viele Tricks und Ideen für deinen entspannten Mama-Alltag. Dabei unterstütze ich dich mit meinem ganzen Mentaltrainerwissen und meiner Erfahrung als psychologische Beraterin. Ich freu mich auf die Arbeit mit dir. Und falls du alleine arbeiten möchtest, lade dir dein kindSkraft SOS-Paket herunter. So holst du dir im ersten Schritt deine innere Ruhe und Kraft als berufstätige Mama zurück.

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